Frankfurt/Main, Samstag 10:00 Uhr, das Herz schlägt höher beim Betreten der Geschmackswelt Kleine Markthalle.
Vorbei an Blumenhändlern und und koscheren Metzgereien beginnt meine Genussreise in die Welt von Qualität und Spezialität. Dieser Ort zieht mich bei jedem Frankfurtbesuch magisch an. Hier lassen sich bei Franco auf der Empore vorzüglich Austern zu gutem Chablis genießen. Dabei schweift der Blick über zahlreiche Stände mit Bekanntem und Unbekanntem. Selbst frische Rambutan und Durian sind hier in Bilderbuchqualität erhältlich. Die Inhaber der Stände demonstrieren mit liebevoll präsentierten Waren ihren Respekt vor Gottes Garten. Selbst Fisch und Lammkotelett feilschen hier nicht mit dem Preis sondern mit astreiner Optik um Kunden. Nach gewonnenem Überblick noch kurz in den Feinkostläden des 1. Stocks mit Wein, Öl, Essig und anderem Gaumenschmeichel stöbern und dann den Sturm in die Ebene wagen.
Besonders angetan haben es mir die süßen Verführungen des Orients. Mein nächster Stopp gebührt einer Vitrine prallgefüllt mit Naschwerk aus Nüssen, Teig und Honig – den Baklava. Bevor ich eine Bestellung aufgeben kann gibts erst mal einen Ingwertee und fantastisches Trockenobst dazu. Danach weiter vorbei an Pralinen und Wildspezialitäten, frischem Sushi und exotischem Obst. Kostproben sind selbstverständlich, ein Rundgang avanciert zur abwechslungsreichen Genussreise. Nicht zu übersehen: Die Tafeln der Feinkosthändler mit vielversprechenden Tagesgerichten. Nächster Halt Italien. Wer kommt schon an frischen Tortelloni mit Kürbis-, Trüffel- oder Gorgonzola-Walnussfüllung vorbei? 20 €/kg mag teuer erscheinen – die Qualität stimmt in jedem Fall! Das gilt hier für sämtliche Ware, egal ob Tomate oder Trüffelbutter.
Märkte – gestern und heute ein Quell der Inspiration für neue kulinarische Ufer. Ein quirlig-buntes Angebot aus Persien, Asien, Mittelmeerraum und Mutterland. Der Warteschlange nach zu urteilen, ist des Frankfurters Feinkostliebling dennoch die heiße Fleischwurst der ansässigen Metzgereien. Zahllose Krawattenträger, die hier sonst zum Kaviarshopping strömen, lieben die kleine Markthalle auch für die einfach ehrlichen Produkte. Und plötzlich wird klar warum dieser Ort ein Muss bei jedem Frankfurttrip ist:
Die “Fangemeinde Rhein-Main für guten Geschmack” trifft sich hier!






und das ganze etwas größer gibts in Avignon, auch Sonntags. Und in Florenz kommst du gar nicht mehr aus dem Staunen raus, im Mercato Centrale könnte ich den ganzen Tag verbringen. Ein Teller Pasta oder das berühmte, brühegetränkte Kuttelbrötchen, oder die Käsestände, oben Peperoncini in allen Schärfegraden, zwischendurch ein Gläschen Vino und dolci und und und..Ich muss mal wieder nach Firenze!